25.04.2018

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A k t u e l l e M i t t e i l u n g

KREUZE IM ALLTAG UND AUS KNOTEN

Ausstellung von Joachim Fischer im Schaufenster seines Schauraums an der Straßenecke Auf dem Bohnenkamp / Stuhrer Straße

Das wohl am meisten verbreitete Symbol der Christenheit ist das Kreuz: Jesus Christus wurde auf Golgatha vor etwa 2000 Jahren damit hingerichtet und stand nach drei Tagen wieder auf. Bis heute ist das eine Zeitenwende und ein Hoffnungszeichen, der Tod ist nicht das Ende und nach Karfreitag folgt Ostern.





Kreuze findet man nicht nur in Kirchen oder als Schmuckstücke, sondern auch im Alltag, wie der Künstler Joachim Fischer mit einer kleinen Ausstellung im Fenster seines Schauraums an der Straßenecke Auf dem Bohnenkamp / Stuhrer Straße zeigt. Dort präsentiert er ein gutes Dutzend Fotos, die Alltagskreuze zeigen, wie Fischer sie nennt. "Das Kreuz ist allgegenwärtig", erklärt der 57-Jährige. "Ob als Buchstabe t, der Rückseite eines Verkehrsschildes, jedes Fensterkreuzes oder in der Form zweier am Boden liegenden, sich kreuzenden Zweige - Kreuze begegnen uns überall. Sie sind für mich Botschafter Jesu Christi und seiner Lehren von Gottes-, Nächsten- und sogar Feindesliebe und sie geben mir Hinweise auf seine Versöhnungstat am Kreuz."

Doch nicht nur Fotos von Kreuzen zeigt Fischer in seinem Schaufenster. Seit einiger Zeit gestaltet der Künstler Kreuze aus Seilen und stellt diese erstmals der Öffentlichkeit vor. Er nennt sie Knotenkreuze, denn sie basieren zum Teil auf Knoten, wie sie in der Schifffahrt verwendet werden. Fischers Wunsch ist es, nicht nur kleine Kreuze aus dünnen Seilen zu machen: "Gerne würde ich ausgediente Glockenseile zu Kreuzen verarbeiten." Wer diesbezüglich etwas anzubieten hat oder sich für seine Arbeiten interessiert, erreicht ihn unter der Rufnummer 0421 / 59 64 961 oder per E-Mail unter Knotenkreuze@gmx.de. Die Ausstellung ist bis zum 30. April bei Tageslicht zu sehen.












Was ist Kunst?

Joachim Fischer ist seit Ende der 1980er Jahre künstlerisch aktiv, führt Kunstaktionen durch und macht Ausstellungen.
Fragt man Joachim Fischer danach, was Kunst ist, bekommt man die Antwort: "Kunst ist alles, was einem kreativen Akt entspringt und damit alles, was wir Menschen machen, denn wir sind pausenlos kreativ, ohne uns dessen allerdings immer bewusst zu sein."
Für Fischer sind sogar Baustellen Kunst, die der Aktionskünstler in vielen Städten öffentlich zu "Kunst im öffentlichen Raum" erklärt hat.
Durch zahlreiche Bewicklungsaktionen mit rot-weißem Baustellenband macht Joachim Fischer darauf aufmerksam, dass viele Dinge, die wir nicht mehr bewusst wahrnehmen, nicht selbstverständlich sind.
Er verarbeitet Fundstücke, die er auf der Straße entdeckt, zu Bildern und Objekten und sammelt Einkaufszettel, die er als "Literatur des Alltags" ansieht und ausstellt.
Fischer ist zudem friedenspolitisch aktiv.